Thema anzeigen : Entchristlichung der Schweiz


jucker
Hi zusammen

In letzter Zeit habe ich vermehrt gehört, dass einige Leute Angst haben, dass die Schweiz entchristlicht, beziehungsweise von anderen Kulturen/Religionen entchristlicht wird.

Nun ich für mich denke, dass die Schweizer sich selber entchristlichen, weil viele die Religion nicht mehr als wichtig erachten, sie nicht pflegen und kein Interesse daran haben.

Wer von euch kann ohne nachzuschauen sagen, was wir an Ostern "feiern", ausser dass wir frei haben und Schoggi suchen, Eier tütschen und Schoggi fressen?

Was ist der Aschermittwoch?

Ich für meinen Teil denke, dass es sich auch ohne Religion gut zusammen leben lässt, und dass an die Stelle von Religion eher der Egoismus und die Gier getreten sind, dass wir eigentlich schon sehr lange (da gabs mich noch gar nicht) in einer selbstverschuldeten/gewollten Entchristlichung befinden. Früher, als es noch Könige gab welche noch regiert haben, hat es die Religion auch für den Staat gebraucht. Aber heute denke ich, braucht der Staat keine Religion mehr, welche er besonders schützen muss. So auch nicht das Christentum vor dem Islam. Immerhin ist ein Schweizer auch noch ein Schweizer auch noch ein Schweizer wenn er Moslem oder Jude ist. Das Schweizer Volk ist religionsunabhängig.

Ob die Bürger nun doch noch eine Religion praktizieren oder nicht solle dem Staat egal sein. Somit ist für mich das Argument, die Schweiz vor Ausländern und somit vor einer Entschristlichung zu schützen nichtig. Aber es wirft bei mir einige Fragen auf und regt mich an, darüber nachzudenken.

Meine Fragen an euch:

Was bedeuten euch Feiertage wie Ostern, Weihnachten etc?

Muss das Christentum vor anderen Weltreligionen geschützt werden?

Merkt ihr den Unterschied, ob ihr mit einem Christen (christlich Erzogenen) oder einem Andersgläubigen/Anderserzogenen sprecht?

Glaubt ihr eine Entchristlichung ist im Gang?

greetz

jucker

ToAsT
Was bedeuten euch Feiertage wie Ostern, Weihnachten etc?

Muss das Christentum vor anderen Weltreligionen geschützt werden?

Merkt ihr den Unterschied, ob ihr mit einem Christen (christlich Erzogenen) oder einem Andersgläubigen/Anderserzogenen sprecht?

Glaubt ihr eine Entchristlichung ist im Gang?


Ostern ist für mich eine Zeit wie jede andere, nur mit mehr Schokolade
WEihnachten ist die Zeit woman bisschen beisammen sitzt und halt wiedermal so goodwill bisschen nett zueinander ist und geschenke macht. Mir selber bedeuten diese Sachen nicht viel.

Das Christentum muss nicht geschützt werden. Dann müsste man es Abschotten und verschliessen, was zu problemen führt. Man muss das Christentum weltoffener und Toleranter gegenüber anderen Religionen machen, man muss sich öffnen und auf andere zugehen, und nicht probieren sich deffensiv zu schützen.

Ich merke den Unterschied zwischen Streng Erzogegenen Christen und nicht streng erzogenen. Ich selber bin so halb streng erzogen; das heisst so zwischendurch in die Kirche und dann wieder gut. Mir fällt es einfach schwer einen Glauben zu leben, welcher von Menschen ausgenutzt wurde, und einen Glauben, indem ein Papst angebetet wird, nur weil er halt gewählt wurde.


Ich persönlich glaube nicht an eine Entchristlichung in diesem Sinne, sondern eher an eine modernisierung des Christentums. Ich meine diese Religion ist immerhin schon ca. 2000 Jahre alt. Glaubt ihr echt dass die Menschen für immer und Ewig diese (ur)alten Bräuche und Feste ausleben werden?

Ich denke die Menschen werden sich immer nur für eine Gewisse Zeit der Religion anpassen, mit der Zeit passt sich dann die Religion den Menschen an, usw...

Lord Ghost
Wenn man so wie ich in einem "streng" christlichen Umfeld aufgewachsen ist, ist man so oder so dazu geneigt diese Religion anderen zu bevorzugen, doch ich bin der Meinnung, dass jeder glauben soll was Ihn am besten dünkt.

Jedoch muss man sagen dass die christlichen Gesellschaftlichen Werte doch Ihr gutes habe... und ganz ehrlich ich bin froh gibt es Leute die überzeugte Christen sind... wer ist so ehrlich wie ein Christ?

Klar hier muss man sehen, dass ich weder Katholisch noch Reformiert aufgewachsen bin.
Vielmehr war ich in einer FMG (Freie Missions Gemeinde) oder wie sie jetzt heist Forum-G (http://www.forum-g.ch) (was nichts mit einem Inet Forum zu tun hat...hmm.. doch eig. schon n bisschen)

Und bitte... dies ist KEINE Sekte da man weder gezwungen ist was zu zahlen noch dumm angeschaut wird wenn man nichts zahlt. man muss auch keine gesundheitsschädigende Rituale mitmachen die nichts mit dem Christentum zu tun haben

ToAsT
Und bitte... dies ist KEINE Sekte da man weder gezwungen ist was zu zahlen noch dumm angeschaut wird wenn man nichts zahlt. man muss auch keine gesundheitsschädigende Rituale mitmachen die nichts mit dem Christentum zu tun haben

ich les grad auf der seite unter "portrait-- Grundlagen"

Die spirituelle Quelle des forum g ist die
Bibel mit ihren zeitlosen Aussagen über
Gott und die Menschen.

das gefällt mir echt :D

jucker
@Lord-Ghost: Bist du überzeugt, dass Christen ehrlicher sind als Anhänger anderer Religionen?

Ich weiss ja nicht, aber irgendwie traue ich weder Christ noch Moslem noch irgendwem. Vertrauen ist etwas, was man aufbaut. Klar, wenn der Lehrer etwas sagt kann man darauf vertrauen, dass er sich informiert hat (manchmal).

Klar haben die christlichen Werke auch ihren guten Beigeschmack, so wie zum Beispiel, dass sie für alle Menschen da ist, ein offenes Ohr hat und nicht zuletzt ist ja auch die CEVI (CVJM) ein christliches "Nebenprodukt" welches dazu dient (dienen sollte) Junge Menschen an die Kirche zu binden.

@nochmal Lord-Ghost: Hast du noch Kontakt mit den Leuten aus deinem kirchlichen Umfeld? Begehst du irgendwelche christliche Handlungen (Gottesdienst, Beten etc)?

Nun eigentlich ging es mir beim Start des Threads nur darum, mitzuteilen, dass ich das Argument "Entchristlichung der Schweiz" als Begründung für Rassismus totalen Bockmist finde. Da ist nichts mehr von Toleranz oder ähnlichem. ;)

Lord Ghost
@Jucker: Nein ich bin nicht überzeugt dass Christen ehrlicher sind... aber echte Christen (überzeugte) geben sich mehr Mühe... und ganz ehrlich wer von uns wurde von einem überzeugten Christen dumm angemacht oder betrogen?..... und wer von einem überzeugten Moslem?

nochmal@Jucker: Ja ich bete ziemlich oft... doch meist nur so Stossgebete... weisst du ich mache das nicht weil ich denke jetzt must du mal n guter Christ sein... ich mache das aus gewohnheit und weil es mir Sicherheit gibt... und sei es nur die Illusion... sie hilft.
Ich bin Besj Leiter is was wie Cevi mit dem Unterschied dass sie den bezug zum Christlichen nicht verlohren haben.
Wir wollen unsere jungschärler nicht binden.... nur informieren

is ja egal es ist dennoch interessant

snacketty
Ich bin Besj Leiter is was wie Cevi mit dem Unterschied dass sie den bezug zum Christlichen nicht verlohren haben.
Wir wollen unsere jungschärler nicht binden.... nur informieren

is ja egal es ist dennoch interessant

Ich war Cevi Leiter is was wie Besj mit dem Unterschied dass sie den bezug zum Christlichen nicht verlohren haben.
Wir wollen unsere jungschärler nicht binden.... nur informieren ;)

Hängt wohl von den versch. Abteilungen und Regionen ab...

Zurück zum Thema:

Ich hab mich im Dezember auch gefragt warum alle diese Kirchenaustreter aufschreien wenn man in der Schule die Trennung von der Kirche konsequent
durchzieht und keine christlichen Feste mehr feiert. :cxn:

Wie kann man als Atheist gegen Moscheen sein aber für Kirchen? :cxn:

mix
Ich hab mich im Dezember auch gefragt warum alle diese Kirchenaustreter aufschreien wenn man in der Schule die Trennung von der Kirche konsequent
durchzieht und keine christlichen Feste mehr feiert. :cxn:

Wie kann man als Atheist gegen Moscheen sein aber für Kirchen? :cxn:

ähm? Wer sagt dass alle die gegen die Minarette etc. demonstrieren auch atheisten sind?

Ich z.B bin Atheist und hab nichts gegen Minarette solange sie nicht am Morgen das ganze Dorf/die ganze Stadt durch ihre Gesänge wecken (was ja sowiso verboten is..)

snacketty
ähm? Wer sagt dass alle die gegen die Minarette etc. demonstrieren auch atheisten sind?


Uuups, das wollte ich so nicht sagen/schreiben, ich kenne viele Atheisten die sehr tolerant sind.

Es geht mir um Leute die über die Kirche lästern und sogar austreten sobald
aber dann eine "fremde" Religion ihre Gotteshäuser aufstellen will, für das Christentum die Partei ergreifen.

Wobei mir wohl bewusst ist dass das Christentum aus dem gleichen
Gebiet stammt und somit eigentlich gleich fremd sein müsste. :cxn:


Ich z.B bin Atheist und hab nichts gegen Minarette solange sie nicht am Morgen das ganze Dorf/die ganze Stadt durch ihre Gesänge wecken (was ja sowiso verboten is..)

Ausser für Kirchenglocken, die haben die Erlaubnis. ;)

mix
Ja ist klar, ist auch in der Tradition verankert.. (kirchenglocken).. das ist ein kleines bisschen was anderes denke ich
aber von mir aus könnte man die auch abschaffen :rolleyes:

snacketty
aber von mir aus könnte man die auch abschaffen :rolleyes:

Da sind wir einer Meinung...

gyrotron
fuck man was ist bloss los?!?! löst euch von den religionen, denke europa ist langsam genug weit, um sich von diesen alten barrieren zu lösen.
gebote, gute umgangsformen und lebensweisheiten benötigen keine religion.

bildung ist der religions grösster feind.

ToAsT
gebote, gute umgangsformen und lebensweisheiten benötigen keine religion.


Diese Ethische Normen sind oft durch Religion entstanden und können auch durch diese den Kindern vermittelt werden.

Religion kannman nicht abschaffen. Es gibt immer Menschen die mit ihrem Glauben sich selber Helfen können

jucker
Diese Ethische Normen sind oft durch Religion entstanden und können auch durch diese den Kindern vermittelt werden.

Religion kannman nicht abschaffen. Es gibt immer Menschen die mit ihrem Glauben sich selber Helfen können

Ja aber wenn "sich selber helfen" mit "böse Moslem" gleichgesetzt wird, macht man damit Politik, und da hat die Kirche nichts zu suchen.

ToAsT
[..]und da hat die Kirche nichts zu suchen.

Korrekt, sobald eine Religion solche Wege kreuzt ist fertig

Aber kann Religion auch nicht auf Positivem Wege die Politik beeinflussen? Auf die Frage habe ich atm noch keine antwort

jucker
Korrekt, sobald eine Religion solche Wege kreuzt ist fertig

Aber kann Religion auch nicht auf Positivem Wege die Politik beeinflussen? Auf die Frage habe ich atm noch keine antwort

Ich denke gerade die Politik der CVP vertritt schon christliche Werte! Und ich finde es auch gut, vor allem im Bereich der Familienpolitik. Gerade heute habe ich gelesen, dass Bundesrätin Doris Leuthard "Schwangerschaftsurlaub" für Männer in ihrem Departement eingeführt hat.

Aber ich denke das ist eher eine persönliche Empfindung und Einstellung und hat nicht viel mit der Religion oder der Kirche zu tun.