Thema anzeigen : Linux W-lan???


Kugelschreiber
Hallo leute


habe mir ein notebook gekauft, welches ich eigentlich für die schule gedacht wäre, nun bin auf die idee gekommen mir doch ein Linux drauf zu schmeissen und dann mit WLAN in der Schule aufs internet.

So da ich aber ein newbie habe ich logischerweise nicht viel ahnung von dem teil, aber lieber jetzt damit anfangen als gar nie.

Habe bei mir Red 9 installiert nun aber müsst ich den treiber irgend wie installen, habe bei sourceforge.org einen gefunden. Also habe ich nun ein installiertes Red Hat und eine .tgz datei vor mir. weiss jemand gerade in kurzen/langen worten wie ich das teil zum laufen bringe.

oder hat jemand eine andere idee, andere Distri oder so???

Es handelt sich um:Intel 2200BG Wirelesskarte

blechschaden
Du solltest sicher noch die Wireless-Tools installiert haben. Ansonsten ist es schwierig so per Antwort das ganze zu erklären, da ich keine Ahnung von RedHat habe...Die .tgz Datei kann mit dem Befehl tar xfvz tar.tgz entpackt werden. Meistens hats im Archiv selber eine README oder INSTALL (http://ipw2200.sourceforge.net/INSTALL) Datei, die du mal durchlesen kannst.

tool
http://ipw2200.sourceforge.net/

Also den Treiber sind sie noch stark am entwickeln, ich weiss ned ob der schon benützbar ist.

powerGFX
Also, das wird jetzt sehr viel. Erst einmal, ich habe bei SUSE eine ganze Menge WLAN und Bluetooth Tests fahren muessen, um einerseits sagen zu keonnen, was funktioniert und andererseits um herauszubekommen, was wir in die SUSE 9.3 packen. Ich kann dir jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, was gut funktioniert und was nicht ;)

1. Dieser IPW 2200BG ist nicht das Beste, ich sitze zwar auch gerade an einem Notebook-Prototypen (mit britischer Tastatur) und nutze fleissig einen 2200BG (54 MBit Centrino ist das ja unteranderem), aber dahin zu kommen ist nicht einfach, schon garnicht wenn man wenig Erfahrung hat. Das Problem dieser Intel Pro Wireless ist, sie hat eine relativ geringe Sendeleistung (zumindest in Verbindung mit den Linuxtreibern) und wird daher gerne von Accesspoints "uebersehen". Hinzu kommt, vergiss Kanalsteuerung, Sendeleistungssteuerung, vergiss WPA-PSK (an WPA brauchst du auch in 100 Jahren nicht denken), vergiss Monitoringfunktion, die Linuxtreiber fuer die IPW 2200BG koennen garnichts.

Das da oben heisst, du kannst in den Treibern nicht die Geschwindigkeit oder den Kanal einstellen, du kannst auch nicht die Sendeleistung steuern (und damit die Reichweite verbessern oder verringern), du musst dich hier auf die Autofunktionen verlassen (und das funktioniert nur in 50% der Faelle). Du kannst die Karte nicht in einen Monitoringmodus schalten (fuer die Kranken unter euch: Wardriving = nada, niet, nein, nichts da) und schauen ob du dein WLAN ueberhaupt findest. Die Treiber koennen auch kein WPA-PSK (oder WPA - aber wer hat schon einen Radius-Authentifizierungsserver an seinem WLAN Router haengen), dass heisst, du bist auf WEP (ab 1GB abgefangenen Traffic kann man das Netz 100%ig knacken) oder garkeine Verschluesselung angewiesen, wobei hier zu sagen sei, das die Linuxtreiber auch nur 64 oder 128 Bit koennen, was bei WEP aber doch eher sinnlos ist.

2. Wenn du eine Empfehlung haben willst, dann nimm Karten basierend auf Atheros oder Orinoco Chipsatz, Prism Chipsaetze haben sich auch als sehr gut herausgestellt. Ich selber benutze eine D-Link DWl-G650 (wohlgemerkt, die ohne ein + am Ende, die mit Plus hat einen Texas Instruments und dafuer gibt es keine Treiber, naja... , belassen wir es bei keine ;)). Diese D-Link Karte hat einen Atheros Chip drauf und eine recht hohe Sendeleistung, mehr als doppelt so hoch wie die IPW 2200BG. Hier (http://www.linux-wlan.org/docs/wlan_adapters.html.gz) findest du eine recht brauchbare liste mit einer Menge WLAN Karten und dessen Chipsatz, ich empfehle dir sie nach Atheros durchzuschauen, denn dieser kann Monitoring und auch WPA-PSK, ist aber leider kein Open-Source, mit anderen Worten, man bekommt ihn nur in Binary Form, aber er ist trotzdem sehr gut.

3. Redhat ist rpm basierend und deswegen solltest du dir die Sachen auch als rpm's besorgen, mit allem anderen "versaust" du dir nur dein System, bzw machst es schwer wartbar. Normalerweise sollten die Treiber beim Kernel mit dabei sein und so schon als Kernelmodul vorliegen.

Probiere einfach mal ein:
modprobe ipw2200

Und noch etwas, WLAN Karten konfiguriert man nur zu einem Teil mit ifconfig, den Rest macht man mit iwconfig.

4. Wenn du bei Redhat bleiben willst, nimm FedoraCore (http://fedora.redhat.com/), dass ist das neuere Redhat Linux. Wenn du es allerdings ganz einfach haben moechtest, dann nimm Suse, wir haben Treiber dafuer in der Distro, die sich mit Yast auch recht einfach konfigurieren lassen (und auch funktionieren) ;)

Kugelschreiber
Hallo

danke für eure zahlreichen infos, habe mich nun entschieden auf Ubuntu umzusteigen da in dieser distri die Wlan-karte ohne probs erkannt wird.

so nun habe ich aber ein anderes problem und zwar am anfang konnte ich ohne probleme sites anpingen und auch diese besuchen, nun bekomme ich aber ein timeout trotzdem das es mir anzeigt das die verbindung da sei. gateway und andere ips habe ich schon überprüft.

blechschaden
Beziehst du die IP-Adresse und Gateway usw. per DHCP? Wenn du es manuell einträgst müssten vielleicht noch die DNS-Server in die Datei /etc/resolv.conf eingetragen werden...