Zentinel
Hat jemand die aktuelle PM gelesen?
Ein ganz interessanter ... ja eigentlich schon ein Historisches Expiriment haben Quantenphysiker vollbracht.
Hier in Textform - im Heft detailliert erklärt und bebildert
http://www.pm-magazin.de/media/1/1108/1287/2209/11971.jpg
Die Physiker sind auf ein unglaubliches Phänomen gestoßen: Quanten, die kleinsten Elementarteilchen, scheinen Informationen miteinander auszutauschen. Da der ganze Kosmos aus Quanten besteht, könnte hinter allem Geschehen eine unsichtbare mächtige Intelligenz stehen: allgegenwärtig und allmächtig. Wie sehr werden wir von dieser Kraft gelenkt?
Die Physiker sind auf ein unglaubliches Phänomen gestoßen: Quanten, die kleinsten Elementarteilchen, scheinen Informationen miteinander auszutauschen. Da der ganze Kosmos aus Quanten besteht, könnte hinter allem Geschehen eine unsichtbare mächtige Intelligenz stehen: allgegenwärtig und allmächtig. Wie sehr werden wir von dieser Kraft gelenkt?
Der Anruf kam ungelegen. Ich diskutierte gerade angeregt mit P.M.-Kollegen über einen Artikel, den ich über Quanten schreiben wollte – ein komplexes und schwieriges Thema, das Ablenkungen nicht verträgt. Ich ging trotzdem ans Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich Heinz Schauer aus Kronberg im Taunus: »Ich habe gerade in einem alten P.M.-Heft geschmökert und bin dabei auf einen Bericht von Ihnen über Quantenphysik gestoßen. Mich hat das Thema so fasziniert, dass ich wissen möchte, ob es neue Erkenntnisse gibt.«
Ich fiel fast vom Stuhl. Konnte der Mann Gedanken lesen? Klar, dass am Telefon sofort das Wort »Telepathie« fiel – was mich gleich noch einmal verblüffte, denn in meinem geplanten Artikel sollte es um so etwas Ähnliches wie Telepathie zwischen Quanten gehen. Wie sie zustande kommt und wie sie – wenn es ein solches Phänomen tatsächlich gibt – unser gesamtes Verständnis von der Realität auf den Kopf stellen könnte. Wie gesagt, ein schwieriges Thema, aber als ich den Telefonhörer aufgelegt hatte, war ich ganz »heiß« darauf, tief in die Welt der kleinsten Teilchen einzutauchen. Danke, Herr Schauer! Hier ist »Ihre« Geschichte.
An der Universität von Genf arbeitet Professor Antoine Suarez. Als Quantenphysiker kennt er sich in der Welt der Elementarteilchen bestens aus – heißen sie nun Elektronen oder Photonen, Neutronen oder Protonen. Suarez ließ mich an einem sensationellen Experiment teilnehmen, mit dem er zeigen wollte, dass es zwischen Teilchen eine geheimnisvolle »Quanten-Fernwirkung« gibt – eine »telepathische« Beziehung, ähnlich der zwischen Herrn Schauer und mir. Was ich zu sehen bekam, verdient den Namen »Wunder«.
Für sein Experiment stellte Suarez zunächst Photonen (Lichtteilchen) her: Laserlicht schießt durch einen Kristall, dabei entsteht ein Zwillingspaar von Photonen [bild1,left,linkbild]. Die Experimentiervorrichtung zwingt die beiden Teilchen dazu, in entgegengesetzte Richtungen zu fliegen. Auf seinem Weg passiert jedes von ihnen ein raffiniert ausgeklügeltes System von halb durchlässigen Spiegeln. Diese werden nach dem Zufallsprinzip gesteuert: Mal lässt der eine Spiegel »sein« Photon durch und der andere nicht – oder umgekehrt. Ob die Teilchen durchkommen, wird von einer Messapparatur hinter den jeweiligen Spiegeln registriert.
Da der ganze Versuchsablauf dem Zufall unterliegt, sollte man annehmen: Ob jedes der beiden Photonen seinen Spiegel passiert oder nicht, ist ebenfalls eine Sache des reinen Zufalls. Aber nachdem Suarez das Experiment x-mal mit immer wieder neuen Photonen-Pärchen wiederholt hatte, ergab sich ein völlig anderes Bild. Der Zufall war aufgehoben – jedes Teilchen verhielt sich exakt so wie sein Zwillingsbruder: Passierte das eine Photon seinen Spiegel, kam auch das andere durch; blieb das eine hängen, war auch für das andere Schluss der Reise. Und dabei war es völlig egal, ob die Spiegel gerade auf »durchlassen« oder »stoppen« eingestellt waren.
So hinterließen die kleinen Teilchen ein großes Problem: Wie konnte es sein, dass die elementaren Zwillinge immer das Gleiche tun, unbeeinflusst von allem, was um sie herum passiert? Unser Denken ist vom Prinzip der Kausalität dominiert – aber was war in dem unerklärlichen Verhalten der Photonen Ursache, was Wirkung? Teilte da ein Teilchen dem anderen mit: Wir fliegen jetzt gemeinsam durch die Spiegel, oder wir bleiben beide hängen? Wie war es zu dieser rätselhaften Quanten-Fernwirkung gekommen?
Dass sich Quanten gegenseitig beeinflussen, dafür lieferte Suarez mit seinem historischen Experiment den Beweis. Aber wie das zustande kommt, da gerät auch der Quantenphysiker an die Grenzen des menschlichen Geistes: »Hier ist eine mächtige unsichtbare Intelligenz am Werk: Gott, Engel oder sonst was.« So ist das »Wunder von Genf« ein ernst zu nehmender Hinweis da-rauf, dass hinter der sichtbaren Welt unsichtbare Kräfte walten. Ich kam mir in Suarez’ Labor vor wie Harry Potter auf dem Bahngleis 9 3/4: Ich war in eine »magische« Welt eingetreten, die ständig um uns ist.
Auch wenn die Frage nach der Ursache der Fernwirkung zwischen Quanten erst einmal unbeantwortet bleiben muss, drängt sich eine andere förmlich auf. Wenn die allerkleinsten Teilchen in einem Informationsaustausch miteinander stehen: Gilt das nur für die isolierten Quanten im Laborversuch – oder für alle Quanten? Wenn alle Elementarteilchen in einer geheimnisvollen Verbindung stünden, müssten wir die telepathischen Fähigkeiten des Mikrokosmos für den ganzen Makrokosmos annehmen. Denn alle Materie besteht letztlich aus Quanten.
Am Beginn des Urknalls war sämtliche Materie in einem imaginären Punkt konzentriert. Sie stob auseinander und bildete in einem Zeitraum von 15 Milliarden Jahren den Kosmos, wie wir ihn heute kennen – auch unsere Erde und mit ihr Pflanzen, Tiere und uns Menschen. Wie alles, was existiert, waren auch wir bereits im Urknall angelegt als Teil eines Universums. Wenn zu Beginn von Zeit und Raum alles mit allem vereint war – dann könnte dieses uralte Band auch heute noch existieren. Dann wären alle fernen Sterne untereinander verkettet – aber auch mit unserer Sonne, unseren Planeten und uns selbst. Die Glieder dieser Kette wären die Quanten mit ihrer schier unglaublichen Fähigkeit, durch eine Art Telepathie Kontakt miteinander aufzunehmen. Und wenn alle Quanten des Universums auf dieser Kette aufgereiht sind, müsste auch alle Materie an dieser eigenartigen Kommunikation teilhaben. Was der Mars »tut« – von irgendwoher ferngesteuert? Was wir als Menschheit tun – Ausführung eines »Befehls«, der uns über die Quantenkette erreicht? Aber wer gibt den Befehl?
Dass selbst 15 Milliarden Jahre nach dem Urknall noch alles mit allem verbunden sein könnte, dafür gibt es anschauliche Hinweise: die so genannten morphologischen Grundmuster in der Natur. Zum Beispiel die Spiralform: Sie findet sich in Schneckenhäusern ebenso wie in kosmischen Spiralnebeln. Verblüffend auch die Parallele zwischen Atomen und urzeitlichen Tierchen: Trilobiten, die vor 570 bis 300 Millionen Jahren in den Weltmeeren lebten, gleichen aufs Haar dem Atom des Elements Rubidium [bild2,right,linkbild]
Ein ganz interessanter ... ja eigentlich schon ein Historisches Expiriment haben Quantenphysiker vollbracht.
Hier in Textform - im Heft detailliert erklärt und bebildert
http://www.pm-magazin.de/media/1/1108/1287/2209/11971.jpg
Die Physiker sind auf ein unglaubliches Phänomen gestoßen: Quanten, die kleinsten Elementarteilchen, scheinen Informationen miteinander auszutauschen. Da der ganze Kosmos aus Quanten besteht, könnte hinter allem Geschehen eine unsichtbare mächtige Intelligenz stehen: allgegenwärtig und allmächtig. Wie sehr werden wir von dieser Kraft gelenkt?
Die Physiker sind auf ein unglaubliches Phänomen gestoßen: Quanten, die kleinsten Elementarteilchen, scheinen Informationen miteinander auszutauschen. Da der ganze Kosmos aus Quanten besteht, könnte hinter allem Geschehen eine unsichtbare mächtige Intelligenz stehen: allgegenwärtig und allmächtig. Wie sehr werden wir von dieser Kraft gelenkt?
Der Anruf kam ungelegen. Ich diskutierte gerade angeregt mit P.M.-Kollegen über einen Artikel, den ich über Quanten schreiben wollte – ein komplexes und schwieriges Thema, das Ablenkungen nicht verträgt. Ich ging trotzdem ans Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich Heinz Schauer aus Kronberg im Taunus: »Ich habe gerade in einem alten P.M.-Heft geschmökert und bin dabei auf einen Bericht von Ihnen über Quantenphysik gestoßen. Mich hat das Thema so fasziniert, dass ich wissen möchte, ob es neue Erkenntnisse gibt.«
Ich fiel fast vom Stuhl. Konnte der Mann Gedanken lesen? Klar, dass am Telefon sofort das Wort »Telepathie« fiel – was mich gleich noch einmal verblüffte, denn in meinem geplanten Artikel sollte es um so etwas Ähnliches wie Telepathie zwischen Quanten gehen. Wie sie zustande kommt und wie sie – wenn es ein solches Phänomen tatsächlich gibt – unser gesamtes Verständnis von der Realität auf den Kopf stellen könnte. Wie gesagt, ein schwieriges Thema, aber als ich den Telefonhörer aufgelegt hatte, war ich ganz »heiß« darauf, tief in die Welt der kleinsten Teilchen einzutauchen. Danke, Herr Schauer! Hier ist »Ihre« Geschichte.
An der Universität von Genf arbeitet Professor Antoine Suarez. Als Quantenphysiker kennt er sich in der Welt der Elementarteilchen bestens aus – heißen sie nun Elektronen oder Photonen, Neutronen oder Protonen. Suarez ließ mich an einem sensationellen Experiment teilnehmen, mit dem er zeigen wollte, dass es zwischen Teilchen eine geheimnisvolle »Quanten-Fernwirkung« gibt – eine »telepathische« Beziehung, ähnlich der zwischen Herrn Schauer und mir. Was ich zu sehen bekam, verdient den Namen »Wunder«.
Für sein Experiment stellte Suarez zunächst Photonen (Lichtteilchen) her: Laserlicht schießt durch einen Kristall, dabei entsteht ein Zwillingspaar von Photonen [bild1,left,linkbild]. Die Experimentiervorrichtung zwingt die beiden Teilchen dazu, in entgegengesetzte Richtungen zu fliegen. Auf seinem Weg passiert jedes von ihnen ein raffiniert ausgeklügeltes System von halb durchlässigen Spiegeln. Diese werden nach dem Zufallsprinzip gesteuert: Mal lässt der eine Spiegel »sein« Photon durch und der andere nicht – oder umgekehrt. Ob die Teilchen durchkommen, wird von einer Messapparatur hinter den jeweiligen Spiegeln registriert.
Da der ganze Versuchsablauf dem Zufall unterliegt, sollte man annehmen: Ob jedes der beiden Photonen seinen Spiegel passiert oder nicht, ist ebenfalls eine Sache des reinen Zufalls. Aber nachdem Suarez das Experiment x-mal mit immer wieder neuen Photonen-Pärchen wiederholt hatte, ergab sich ein völlig anderes Bild. Der Zufall war aufgehoben – jedes Teilchen verhielt sich exakt so wie sein Zwillingsbruder: Passierte das eine Photon seinen Spiegel, kam auch das andere durch; blieb das eine hängen, war auch für das andere Schluss der Reise. Und dabei war es völlig egal, ob die Spiegel gerade auf »durchlassen« oder »stoppen« eingestellt waren.
So hinterließen die kleinen Teilchen ein großes Problem: Wie konnte es sein, dass die elementaren Zwillinge immer das Gleiche tun, unbeeinflusst von allem, was um sie herum passiert? Unser Denken ist vom Prinzip der Kausalität dominiert – aber was war in dem unerklärlichen Verhalten der Photonen Ursache, was Wirkung? Teilte da ein Teilchen dem anderen mit: Wir fliegen jetzt gemeinsam durch die Spiegel, oder wir bleiben beide hängen? Wie war es zu dieser rätselhaften Quanten-Fernwirkung gekommen?
Dass sich Quanten gegenseitig beeinflussen, dafür lieferte Suarez mit seinem historischen Experiment den Beweis. Aber wie das zustande kommt, da gerät auch der Quantenphysiker an die Grenzen des menschlichen Geistes: »Hier ist eine mächtige unsichtbare Intelligenz am Werk: Gott, Engel oder sonst was.« So ist das »Wunder von Genf« ein ernst zu nehmender Hinweis da-rauf, dass hinter der sichtbaren Welt unsichtbare Kräfte walten. Ich kam mir in Suarez’ Labor vor wie Harry Potter auf dem Bahngleis 9 3/4: Ich war in eine »magische« Welt eingetreten, die ständig um uns ist.
Auch wenn die Frage nach der Ursache der Fernwirkung zwischen Quanten erst einmal unbeantwortet bleiben muss, drängt sich eine andere förmlich auf. Wenn die allerkleinsten Teilchen in einem Informationsaustausch miteinander stehen: Gilt das nur für die isolierten Quanten im Laborversuch – oder für alle Quanten? Wenn alle Elementarteilchen in einer geheimnisvollen Verbindung stünden, müssten wir die telepathischen Fähigkeiten des Mikrokosmos für den ganzen Makrokosmos annehmen. Denn alle Materie besteht letztlich aus Quanten.
Am Beginn des Urknalls war sämtliche Materie in einem imaginären Punkt konzentriert. Sie stob auseinander und bildete in einem Zeitraum von 15 Milliarden Jahren den Kosmos, wie wir ihn heute kennen – auch unsere Erde und mit ihr Pflanzen, Tiere und uns Menschen. Wie alles, was existiert, waren auch wir bereits im Urknall angelegt als Teil eines Universums. Wenn zu Beginn von Zeit und Raum alles mit allem vereint war – dann könnte dieses uralte Band auch heute noch existieren. Dann wären alle fernen Sterne untereinander verkettet – aber auch mit unserer Sonne, unseren Planeten und uns selbst. Die Glieder dieser Kette wären die Quanten mit ihrer schier unglaublichen Fähigkeit, durch eine Art Telepathie Kontakt miteinander aufzunehmen. Und wenn alle Quanten des Universums auf dieser Kette aufgereiht sind, müsste auch alle Materie an dieser eigenartigen Kommunikation teilhaben. Was der Mars »tut« – von irgendwoher ferngesteuert? Was wir als Menschheit tun – Ausführung eines »Befehls«, der uns über die Quantenkette erreicht? Aber wer gibt den Befehl?
Dass selbst 15 Milliarden Jahre nach dem Urknall noch alles mit allem verbunden sein könnte, dafür gibt es anschauliche Hinweise: die so genannten morphologischen Grundmuster in der Natur. Zum Beispiel die Spiralform: Sie findet sich in Schneckenhäusern ebenso wie in kosmischen Spiralnebeln. Verblüffend auch die Parallele zwischen Atomen und urzeitlichen Tierchen: Trilobiten, die vor 570 bis 300 Millionen Jahren in den Weltmeeren lebten, gleichen aufs Haar dem Atom des Elements Rubidium [bild2,right,linkbild]