Zentinel
MP3-Miterfinder Karlheinz Brandenburg hat eine neue Software zur computergestützten Musikerkennung entwickelt. Sie soll Nutzern beim Sortieren ihrer Sammlungen helfen, Rechteinhaber schützen und das World Wide Web intelligenter machen. Das schreibt das Technologiemagazin 'Technology Review' in seiner demnächst erscheinenden Ausgabe.
Die Menge audiovisueller Daten im World Wide Web ist explosionsartig angestiegen. Um die Abermillionen Musik-Files und Videos zu verwalten, sind computergestützte Verfahren nötig, die Multimedia-Dateien identifizieren können. Mit Audio ID hat die Gruppe des MP3-Miterfinders Karlheinz Brandenburg jetzt am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie ein neuartiges Verfahren zur Musikerkennung entwickelt, das einen wichtigen "Puzzlestein im sematischen Computing" darstellt.
Audio ID basiert auf dem neuen Standard MPEG-7, der verbindliche Kriterien für die Beschreibung von audiovisuellen Inhalten festlegt. MPEG-7, der auf dem XML-Format (Extensible Markup Language) aufbaut, gilt als bedeutender Schritt zu einem "semantischen Web", wie es der WWW-Erfinder Tim Berners-Lee seit Jahren propagiert. Im "semantischen Web" sollen Computer etwa die Bedeutung von Website-Inhalten erkennen und Agentenprogramme auf intelligente Weise Informationen austauschen können.
Die Software Audio ID analysiert Musik anhand des darin vorkommenden Frequenzspektrums. Für die Identifizierung zählt nicht nur der zeitliche Ablauf, sondern auch Klangfarbe, Instrumentierung, Tempo und Dynamik eines Stückes. Damit liefert das Programm den unverwechselbaren Fingerabdruck eines Musikstücks. Diese automatisierte Form der Musikerkennung bietet der Unterhaltungs- und Medienbranche viele Anwendungsmöglichkeiten: Sie reichen von automatischer Organisation von Musikarchiven über den Schutz von Urheberrechten bis hin zu neuartigen Suchmaschinen.
Während Musikerkennung auf Basis von MPEG-7 praktisch marktreif ist, gibt es bei der Erkennung von Videosequenzen noch technische Probleme. Experten zweifeln daher an der raschen Umsetzbarkeit des Videoteils von MPEG-7.
Quelle: de.internet.com (http://de.internet.com/index.php?id=2026464§ion=Tech-Software)
Die Menge audiovisueller Daten im World Wide Web ist explosionsartig angestiegen. Um die Abermillionen Musik-Files und Videos zu verwalten, sind computergestützte Verfahren nötig, die Multimedia-Dateien identifizieren können. Mit Audio ID hat die Gruppe des MP3-Miterfinders Karlheinz Brandenburg jetzt am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie ein neuartiges Verfahren zur Musikerkennung entwickelt, das einen wichtigen "Puzzlestein im sematischen Computing" darstellt.
Audio ID basiert auf dem neuen Standard MPEG-7, der verbindliche Kriterien für die Beschreibung von audiovisuellen Inhalten festlegt. MPEG-7, der auf dem XML-Format (Extensible Markup Language) aufbaut, gilt als bedeutender Schritt zu einem "semantischen Web", wie es der WWW-Erfinder Tim Berners-Lee seit Jahren propagiert. Im "semantischen Web" sollen Computer etwa die Bedeutung von Website-Inhalten erkennen und Agentenprogramme auf intelligente Weise Informationen austauschen können.
Die Software Audio ID analysiert Musik anhand des darin vorkommenden Frequenzspektrums. Für die Identifizierung zählt nicht nur der zeitliche Ablauf, sondern auch Klangfarbe, Instrumentierung, Tempo und Dynamik eines Stückes. Damit liefert das Programm den unverwechselbaren Fingerabdruck eines Musikstücks. Diese automatisierte Form der Musikerkennung bietet der Unterhaltungs- und Medienbranche viele Anwendungsmöglichkeiten: Sie reichen von automatischer Organisation von Musikarchiven über den Schutz von Urheberrechten bis hin zu neuartigen Suchmaschinen.
Während Musikerkennung auf Basis von MPEG-7 praktisch marktreif ist, gibt es bei der Erkennung von Videosequenzen noch technische Probleme. Experten zweifeln daher an der raschen Umsetzbarkeit des Videoteils von MPEG-7.
Quelle: de.internet.com (http://de.internet.com/index.php?id=2026464§ion=Tech-Software)