Devastator23
Der geschasste US-Finanzminister O'Neill bringt seinen früheren Dienstherren in Bedrängnis. In einem TV-Interview gestern Abend und in einem Buch wirft er George W. Bush vor, er habe den Irak-Krieg von Anfang an geplant. In beispielloser Weise entblößt er den Regierungsstil des Präsidenten und die Ränkespiele seiner Prätorianergarde.
New York - Der erste Schock kam bereits zehn Tage nach der Vereidigung des Präsidenten. Am 30. Januar 2001 beruft George W. Bush erstmals seinen Nationalen Sicherheitsrat ein. Der überraschende "Tagesordnungspunkt A" der erlauchten Runde: Kriegspläne zum Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein.
"Von Anfang an herrschte die Überzeugung, dass Saddam Hussein weg müsse", erinnert sich Paul O'Neill, als US-Finanzminister damals automatisch Mitglied des Sicherheitsrats und Teilnehmer der schicksalsträchtigen Sitzung. "Vom ersten Moment an ging's um den Irak. Diese Dinge wurden am ersten Tag besiegelt." Kritische Fragen ("Warum Hussein? Warum jetzt?") habe keiner der Anwesenden gestellt.
Erst acht Monate später lieferte der Terror des 11. September 2001 Washington die offizielle moralische Begründung des Krieges, später verbunden mit der inzwischen ebenfalls als Schimäre enttarnten Geheimdienstmär von Iraks Massenvernichtungswaffen. Da waren die internen US-Einmarschvorbereitungen (mit Wissen O'Neills) jedoch schon längst im Endstadium - inklusive detaillierter Szenarien für eine irakische Nachkriegsordnung.
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Den ganzen Artikel könnt ihr hier (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,281466,00.html) nachlesen!
New York - Der erste Schock kam bereits zehn Tage nach der Vereidigung des Präsidenten. Am 30. Januar 2001 beruft George W. Bush erstmals seinen Nationalen Sicherheitsrat ein. Der überraschende "Tagesordnungspunkt A" der erlauchten Runde: Kriegspläne zum Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein.
"Von Anfang an herrschte die Überzeugung, dass Saddam Hussein weg müsse", erinnert sich Paul O'Neill, als US-Finanzminister damals automatisch Mitglied des Sicherheitsrats und Teilnehmer der schicksalsträchtigen Sitzung. "Vom ersten Moment an ging's um den Irak. Diese Dinge wurden am ersten Tag besiegelt." Kritische Fragen ("Warum Hussein? Warum jetzt?") habe keiner der Anwesenden gestellt.
Erst acht Monate später lieferte der Terror des 11. September 2001 Washington die offizielle moralische Begründung des Krieges, später verbunden mit der inzwischen ebenfalls als Schimäre enttarnten Geheimdienstmär von Iraks Massenvernichtungswaffen. Da waren die internen US-Einmarschvorbereitungen (mit Wissen O'Neills) jedoch schon längst im Endstadium - inklusive detaillierter Szenarien für eine irakische Nachkriegsordnung.
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Den ganzen Artikel könnt ihr hier (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,281466,00.html) nachlesen!