Zentinel
Der Rasierapparat von 007 hat es bereits: das hauchdünne Farbdisplay. Im Film entwickelt von Q, in der Realität in Cambridge. Auf der englischen Universität wurde 1989 in einem Speziallabor für Display-Technik mit der Entwicklung von sogenannten organischen Leuchtdioden begonnen.
Jeremy Burroughs, Cambridge: "Wir haben mit einem Experiment begonnen: wir haben einfach eine dieser Dioden unter Strom gesetzt und plötzlich begann es grell zu leuchten. Es war alles so hell erleuchtet, dass das ganze Labor strahlte. Ich drehte den Strom ab, und es ging aus, ich drehte den Strom auf, und es leuchtete wieder. Da an wussten wir, das wird eine ganz grosse Sache."
Ausgangsmaterial ist flüssiges Plastik, sogenannte Polymere. Diese Leuchtstoffe aus dem Labor werden auf hauchdünne Schichten aus Glas oder Trägerfolie aufgebracht.
Unter einer Stromspannung von ein paar Volt beginnen sie zu leuchten. Dabei ist der Stromverbrauch geringer als bei normalen Dioden.
Weitere Vorteile: die sogenannten OLEDs leuchten heller als Glühbirnen, halten länger, und sind biegsam. Eine Entwicklung, die die Bildschirmtechnik revolutionieren wird.
Sir Richard Friend, Cambridge: "Das Erfolgsgeheimnis war die Ausgewogenheit zwischen genauer Beobachtung der Prozesse im Labor und dann auf der anderen Seite, die Theorie-Modelle, in die wir die Erkenntnisse verarbeiten konnten. Wir hatten also zwei gute Standbeine und haben uns so Schritt für Schritt vorangearbeitet."
Der Erfolg der Forscher hat allerdings ein Vorbild aus der Natur. Glühwürmchen beherrschen das Prinzip der Elektroluminanz schon länger als organische Leuchtdioden. Auch sie setzen Strom in Licht um, ohne dabei Wärme zu erzeugen.
Vom Wunder der Natur ins Labor der Gegenwart: die Entdeckung der Engländer wird mittlerweile weltweit vorangetrieben. In mittlerweile rund 60 renommierten Forschungseinrichtungen, wie dem deutschen Fraunhofer-Institut, und ebenso vielen Industriebetrieben, arbeitet man an der Fertigung dieser Mikro-Bildschirme.
http://moderntimes.orf.at/bilder/Sendungen/s2004_01_09/folie5.JPG
Aus dem Ausgangsmaterial Polymerstaub entstehen in den Produktionsanlagen derzeit noch Prototypen. Unter hochreinen Bedingungen und unter Stickstoff durchläuft das Trägermaterial einzelne Kammern, in denen das Polymerpulver für jede Farbe schichtweise in feinsten Linien aufgetragen wird.
Am Ende dieses aufwändigen Produktionsprozesses: die Bildschirme der Zukunft. So sollen sie aussehen: hauchdünn, verformbar, sogar zum Ein und Ausrollen.
Bei der Anwendung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: mit den Polymer-Displays werden bald neue Generationen elektronischer Datenträger entstehen - Fantasien der James-Bond-Welt rücken in greifbare Nähe.
Quelle: Modertimes.orf.at (http://moderntimes.orf.at/web/Beitragneu/s2004_01_09/beitrag5.html)
Jeremy Burroughs, Cambridge: "Wir haben mit einem Experiment begonnen: wir haben einfach eine dieser Dioden unter Strom gesetzt und plötzlich begann es grell zu leuchten. Es war alles so hell erleuchtet, dass das ganze Labor strahlte. Ich drehte den Strom ab, und es ging aus, ich drehte den Strom auf, und es leuchtete wieder. Da an wussten wir, das wird eine ganz grosse Sache."
Ausgangsmaterial ist flüssiges Plastik, sogenannte Polymere. Diese Leuchtstoffe aus dem Labor werden auf hauchdünne Schichten aus Glas oder Trägerfolie aufgebracht.
Unter einer Stromspannung von ein paar Volt beginnen sie zu leuchten. Dabei ist der Stromverbrauch geringer als bei normalen Dioden.
Weitere Vorteile: die sogenannten OLEDs leuchten heller als Glühbirnen, halten länger, und sind biegsam. Eine Entwicklung, die die Bildschirmtechnik revolutionieren wird.
Sir Richard Friend, Cambridge: "Das Erfolgsgeheimnis war die Ausgewogenheit zwischen genauer Beobachtung der Prozesse im Labor und dann auf der anderen Seite, die Theorie-Modelle, in die wir die Erkenntnisse verarbeiten konnten. Wir hatten also zwei gute Standbeine und haben uns so Schritt für Schritt vorangearbeitet."
Der Erfolg der Forscher hat allerdings ein Vorbild aus der Natur. Glühwürmchen beherrschen das Prinzip der Elektroluminanz schon länger als organische Leuchtdioden. Auch sie setzen Strom in Licht um, ohne dabei Wärme zu erzeugen.
Vom Wunder der Natur ins Labor der Gegenwart: die Entdeckung der Engländer wird mittlerweile weltweit vorangetrieben. In mittlerweile rund 60 renommierten Forschungseinrichtungen, wie dem deutschen Fraunhofer-Institut, und ebenso vielen Industriebetrieben, arbeitet man an der Fertigung dieser Mikro-Bildschirme.
http://moderntimes.orf.at/bilder/Sendungen/s2004_01_09/folie5.JPG
Aus dem Ausgangsmaterial Polymerstaub entstehen in den Produktionsanlagen derzeit noch Prototypen. Unter hochreinen Bedingungen und unter Stickstoff durchläuft das Trägermaterial einzelne Kammern, in denen das Polymerpulver für jede Farbe schichtweise in feinsten Linien aufgetragen wird.
Am Ende dieses aufwändigen Produktionsprozesses: die Bildschirme der Zukunft. So sollen sie aussehen: hauchdünn, verformbar, sogar zum Ein und Ausrollen.
Bei der Anwendung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: mit den Polymer-Displays werden bald neue Generationen elektronischer Datenträger entstehen - Fantasien der James-Bond-Welt rücken in greifbare Nähe.
Quelle: Modertimes.orf.at (http://moderntimes.orf.at/web/Beitragneu/s2004_01_09/beitrag5.html)