Zentinel
Nach der Übernahme von Inktomi verfügt Yahoo über eigene Suchmaschinen-Technologie und will nicht mehr für Googles Dienste bezahlen. Die derzeit beliebteste Suchsite gerät damit vor dem geplanten Börsengang unter Druck.
Noch im ersten Quartal dieses Jahres könnte das Internet-Portal Yahoo auf die Technologie des Konkurrenten Google für die Suche nach Internet-Inhalten verzichten können. Das berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag auf seiner Internetseite. Das Blatt beruft sich dabei auf Aussagen von Yahoo gegenüber Vermarktern.
Google ist immer noch nicht böse
Die seit 2000 von Yahoo verwendete Google-Technologie galt lange Zeit als die beste im Netz verfügbare. Zuletzt wurde allerdings zunehmend Kritik laut, da Googles Ergebnisse immer häufiger durch gezielte Manipulationen, «Google-Spam» genannt, verfälscht wurden.
Trennung von Google-Technik zeichnete sich ab
Beobachter hatten bereits seit längerem mit dem Versuch von Yahoo gerechnet, sich von der Google-Technologie zu verabschieden und zugleich die frühere Spitzenposition als meist genutzte Internet-Suchmaschine zurückzuerobern. Yahoo hatte dazu im vergangenen Jahr den Suchmaschinen-Spezialisten Inktomi sowie Overture, einen Experten für bezahlte Links auf Suchergebnis-Seiten, für insgesamt rund zwei Milliarden Dollar übernommen.
Für Google käme der Wegfall der Einnahmen aus den Lizenzen für die Suchmaschinen-Technologie wohl zur Unzeit. Nachdem bereits seit längerem über einen Börsengang der Suchmaschine spekuliert wurde, gehen Experten inzwischen von einem IPO noch in der ersten Jahreshälfte 2004 aus. Medienberichten von Dienstag zufolge hat Google inzwischen die US-Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley als Begleitbanken für den Börsengang engagiert. Nach dem IPO könnte Goggle nach Einschätzung von Experten eine Marktkapitalisierung von bis zu zwölf Milliarden Dollar erreichen.
Yahoo will die bessere Suchmaschine werden
Wie das «Wall Street Journal» weiter berichtete, will Yahoo im Zuge der Umstellung auch eigene Such-Technologie mit stärkerer Personalisierung und kundenspezifischen Anpassungen der Suche ermöglichen. Der Schritt solle Yahoo helfen, Google die Marktführerschaft wieder abzujagen.
Zugleich würden sich im Rahmen des Technologie-Wechsels neue Einnahmemöglichkeiten für Yahoo auftun, berichtete das Blatt weiter. Im Zentrum steht dabei die «paid inclusion», eine Funktion, die dafür sorgt, dass immer die möglichst aktuellsten Inhalte einer Site – etwa die Angebote eines Online-Händlers – gefunden werden.
Dabei profitiert der Suchmaschine-Betreiber massiv von der Technik: Dem «WSJ» zufolge erhält Yahoo von Händlern mindestens 15 Cent, zum Teil aber mehr als einen Dollar pro Klick, der über paid inclusion auf den Online-Shop gelenkt wird. Für die Nutzer ergibt sich allerdings ein großer Nachteil: Im Gegensatz zu bezahlten Links kann er anhand der Suchmaschinen nicht erkennen, ob der Betreiber für die Anzeige eines Links bezahlt wurde oder nicht.
Quelle: Netzeitung.de (http://www.netzeitung.de/wirtschaft/267705.html)
Noch im ersten Quartal dieses Jahres könnte das Internet-Portal Yahoo auf die Technologie des Konkurrenten Google für die Suche nach Internet-Inhalten verzichten können. Das berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag auf seiner Internetseite. Das Blatt beruft sich dabei auf Aussagen von Yahoo gegenüber Vermarktern.
Google ist immer noch nicht böse
Die seit 2000 von Yahoo verwendete Google-Technologie galt lange Zeit als die beste im Netz verfügbare. Zuletzt wurde allerdings zunehmend Kritik laut, da Googles Ergebnisse immer häufiger durch gezielte Manipulationen, «Google-Spam» genannt, verfälscht wurden.
Trennung von Google-Technik zeichnete sich ab
Beobachter hatten bereits seit längerem mit dem Versuch von Yahoo gerechnet, sich von der Google-Technologie zu verabschieden und zugleich die frühere Spitzenposition als meist genutzte Internet-Suchmaschine zurückzuerobern. Yahoo hatte dazu im vergangenen Jahr den Suchmaschinen-Spezialisten Inktomi sowie Overture, einen Experten für bezahlte Links auf Suchergebnis-Seiten, für insgesamt rund zwei Milliarden Dollar übernommen.
Für Google käme der Wegfall der Einnahmen aus den Lizenzen für die Suchmaschinen-Technologie wohl zur Unzeit. Nachdem bereits seit längerem über einen Börsengang der Suchmaschine spekuliert wurde, gehen Experten inzwischen von einem IPO noch in der ersten Jahreshälfte 2004 aus. Medienberichten von Dienstag zufolge hat Google inzwischen die US-Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley als Begleitbanken für den Börsengang engagiert. Nach dem IPO könnte Goggle nach Einschätzung von Experten eine Marktkapitalisierung von bis zu zwölf Milliarden Dollar erreichen.
Yahoo will die bessere Suchmaschine werden
Wie das «Wall Street Journal» weiter berichtete, will Yahoo im Zuge der Umstellung auch eigene Such-Technologie mit stärkerer Personalisierung und kundenspezifischen Anpassungen der Suche ermöglichen. Der Schritt solle Yahoo helfen, Google die Marktführerschaft wieder abzujagen.
Zugleich würden sich im Rahmen des Technologie-Wechsels neue Einnahmemöglichkeiten für Yahoo auftun, berichtete das Blatt weiter. Im Zentrum steht dabei die «paid inclusion», eine Funktion, die dafür sorgt, dass immer die möglichst aktuellsten Inhalte einer Site – etwa die Angebote eines Online-Händlers – gefunden werden.
Dabei profitiert der Suchmaschine-Betreiber massiv von der Technik: Dem «WSJ» zufolge erhält Yahoo von Händlern mindestens 15 Cent, zum Teil aber mehr als einen Dollar pro Klick, der über paid inclusion auf den Online-Shop gelenkt wird. Für die Nutzer ergibt sich allerdings ein großer Nachteil: Im Gegensatz zu bezahlten Links kann er anhand der Suchmaschinen nicht erkennen, ob der Betreiber für die Anzeige eines Links bezahlt wurde oder nicht.
Quelle: Netzeitung.de (http://www.netzeitung.de/wirtschaft/267705.html)