Thema anzeigen : Post: Wird A- und B-Post teurer?


Zentinel
Erstmals in der Geschichte der Post schreibt der Bereich Briefpost rote Zahlen. Um diesem Problem entgegenzutreten, zieht der gelbe Riese auf den 1. Januar 2004 eine Erhöhung der Tarife für die A- und die B-Post in Betracht.
Die Situation ist besorgniserregend und wir müssen reagieren, bestätigte Post-Sprecher André Mudry eine Meldung der Wetschweizer Sonntagszeitung Matin dimanche. Abklärungen seien bereits im Gang.

Im Moment sei zwar noch nichts entschieden. Es ist aber möglich, dass wir in den nächsten Tagen beim Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eine Antrag stellen, die Tarife erhöhen zu dürfen, sagte Mudry weiter.

Die Post wird am 30. April über die genauen Zahlen im Bereich der Briefpost informieren. Mudry bestätigte jedoch bereits eine Meldung der Mittelland Zeitung vom Samstag, wonach die Einnahmen um 108 Millionen Franken hinter dem Budget geblieben sind.

Die Gründe für diesen Einbruch sind bekannt. Es hat eine starke Verschiebung von der A- zur B-Post gegeben, welche sich auf das Ergebnis auswirkt, sagte der Post-Sprecher. Ausserdem spüre man je länger desto mehr die Konkurrenz der elektronischen Post.

Seit 1996 durfte die Post ihre Tarife bei der Briefpost nicht mehr erhöhen; teurer wurden einzig schwere Briefe ab 100 Gramm. Wenn wir diesmal die Mittel für eine Verbesserung der Situation nicht erhalten, werden die Konsequenzen ziemlich ernst, sagt Mudry.

Vor einigen Tagen hatte die Schweizer Post für das Jahr 2002 einen Konzerngewinn von 204 Millionen Franken verkündet. Das sind 10 Millionen mehr als im Vorjahr. Das Unternhemen hatte mit einem schwächeren Ergebnis gerechnet. Massgeblich zum Gewinn beigetragen hat laut Post ein hoher Zufluss von Kundengeldern bei PostFinance.

Quelle: News.ch (http://www2.news.ch/detail.asp?ID=136297)