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Zentinel
Sind Schutzengel real?

1. Sind Schutzengel real?
2. Rettung durch die "innere Stimme"
3. Der Fall Peter Caddy
4. Der Lösungsansatz der Psychologie
5. Was steckt hinter der "Stimme aus dem Bauch"?
6. Der Lösungsansatz der Physik
7. Neues Denken ist gefragt

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Manchmal schließt unser Verstand so schnell, dass er scheinbar augenblicklich das richtige Ergebnis einer langen Kette von Schlussfolgerungen findet. Die Entscheidung dringt blitzartig in unser Bewusstsein ein. Das nennen wir dann Intuition. In diesem Sinne ist Intuition so ziemlich das gleiche wie rationales Denken - nur dass es sich sehr schnell und offenbar unbewusst abspielt.

Aber die Ereignisse, mit denen wir uns hier auseinandersetzen - scheinbare Führungen durch Schutzengel - , widersprechen jeder Logik und Erfahrung. Nehmen Sie folgenden Fall, den mir eine routinierte Fahrlehrerin erzählt hat: Die Ampel stand auf Grün, der Verkehr floss normal, die Sonne schien, nichts deutete auf etwas Ungewöhnliches hin. Dennoch stieg die Frau ganz plötzlich vor der Kreuzung auf die Bremse. Fast im selben Augenblick brauste ein offenbar betrunkener Fahrer mit vollem Tempo bei Rot über die Kreuzung. Ein Zusammenstoß hätte tödlich ausgehen können.

Nun kann man hier eine Erklärung finden: Fahrlehrer müssen so etwas wie den siebten Sinn entwickeln - noch mehr hören und sehen als der normale Autofahrer, noch schneller reagieren. Aber wir kennen solche Vorfälle auch aus Situationen, in denen der Einfluss der Sinnesorgane (und damit die Wirkung der Intuition) mit Sicherheit auszuschließen ist, Beispielsweise im Krieg: jemand schlägt einen Fluchtweg ein, der jeder Logik und Erfahrung widerspricht - aber gerade dadurch rettet er sein Leben. Gibt es also so etwas wie eine Führung von oben, eine Art Schutz­engel, der uns vor Unheil bewahrt und langfristig plant?

Als gläubige Christen könnten wir die Frage mit ja beantworten. Denn die meisten von uns kennen sicher das kitschige Bild, auf dem ein Engel zwei Kinder über eine etwas wackelige Brücke führt. Doch wir sind nicht so gläubig, dass wir die Thesen unserer Kinderbücher als Fakten akzeptieren. Und selbst wenn wir das täten - wie kann es so etwas geben? Wie kann man derartige Phänomene einordnen?

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Rettung durch die "innere Stimme"

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Berichte über "innere Führer" gibt es auch in der Geschichte. Einer, der beispielsweise voll auf seinen inneren Lenker vertraute, war der griechische Philosoph Sokrates. Er nannte ihn "Daimonion", was mit unserem "Dämon" nicht richtig übersetzt wird. Denn wir verstehen unter einem Dämon ein böses Wesen. Für Sokrates aber war seine innere Stimme etwas Göttliches. Und sie bewahrte ihn oft vor Unheil.

So war es auch in der unglücklichen Schlacht bei Delion. Sokrates floh mit dem Heerführer Laches. An einem Scheideweg riet ihm seine innere Stimme, nicht den anderen zu folgen. Und so überlebten er und seine Getreuen, die sich auf den inneren Führer ihres Meisters verließen.

Warum aber verließ die innere Stimme Sokrates, als er angeklagt und sogar zum Tode verurteilt wurde? Er hätte sich ohne weiteres verteidigen können, aber er tat es nicht, weil seine innere Stimme stumm blieb, so sehr er auch in sich hineinhorchte. Der große Denker akzeptierte dieses Schweigen. Offenbar hatte sein "Dämon" Höheres vor, sogar um den Preis des Lebens.

Ähnlich erging es im 15. Jahrhundert dem ungebildeten Bauernmädchen Johanna. Es konnte weder lesen noch schreiben und verließ sich ausschließlich auf seine inneren Stimmen. Als Jeanne d'Arc, die Jungfrau von Orleans, gewann sie Schlachten, die erfahrene Heerführer ganz anders geführt hätten. Sie hielt durch, wo andere längst aufgaben. Sie bestand auf Kleinigkeiten, deren Wert sich erst im Nachhinein als entscheidend herausstellte.

Doch ihre "inneren Führer" konnten - oder wollten? - sie nicht vor dem Tod erretten. Sie wurde als Hexe verbrannt - und auch das wusste sie schon vorher von ihren inneren Stimmen. Warum, so fragen wir uns, wurde die heilige Johanna nicht von ihren Schutzgeistern vor diesem schrecklichen Tod bewahrt? Wollten oder konnten sie nicht (immer vorausgesetzt, dass es so etwas wie innere Führer gibt)? Vielleicht hatten diese Wesen mehr im Sinn. Vielleicht war der Tod der Jeanne d'Arc notwendig, um Frankreich vor dem endgültigen Zusammenbruch zu retten. Gottes Wege, so sagt der religiöse Mensch, sind unergründlich, aber weise. Und er oder seine Helfer denken nicht nur ans Persönliche.

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Die "innere Stimme" ist weltweit bekannt

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Die Menschen haben zu allen Zeiten in irgendeiner Form eine innere Führung akzeptiert. Sogar heute noch weisen Künstler, etwas ironisch, auf den Kuss der Muse hin, wenn sie wieder etwas Ungewöhnliches geschaffen haben. Die Namen sind zahlreich, die Phänomene aber ähnlich. "Sein Name ist: Gott im Menschen", sagte der chinesische Weise Laotse. Für den römischen Philosophen Seneca wohnte "der unendliche Geist" in unserer Seele, Die altindischen Philosophen nannten ihn - oder es - "Brahma". In den Upanishaden heißt er "Purusha", bei den Yoga-Praktikern "Guru", bei den alten Germanen "Fylgjur". Die Propheten desAlten Testaments standen ebenso unter seiner Führung wie Noah, als er seine Arche auf göttliches Geheiß baute, und Mohammed, der durch verschiedene Engel und Stimmen inspiriert wurde.

Für Meister Eckehart war der innere Führer ganz einfach Gott, für die Illuminaten der "geistige Führer", für die Okkultisten der "geistige Arzt", für die Künstler der "Genius". Der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson nennt ihn "Überseele", und auch William James, der Begründer der amerikanischen Psychologie, zweifelt nach intensiven Studien nicht daran, dass wir unter der Leitung einer äußeren Macht stehen und ihr als Sprachrohr dienen. Natürlich hat sich auch der Schweizer Psychologe und Mythenforscher Carl Gustav Jung mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. Er beschreibt seine Funktion mit dem Archetypus des "Selbst". "Es gibt in diesen Fällen", schreibt er, "eine unbewusste Autorität, welche dem Zweifel durch Schaffung eines fait accompli ein Ende setzt."

Alle diese Begriffe unterscheiden sich ein wenig. Aber sie alle drücken die gleiche Tatsache aus: Es gibt etwas in uns, das uns führt und uns manchmal auf Wege schickt, die wir mit unserem durch Logik und Folgerichtigkeit beschränkten Verstand nicht begreifen.

Zentinel
Der Fall Peter Caddy

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Bevor wir uns an eine Erklärung heranwagen, möchte ich noch einmal einen recht ungewöhnlichen Fall von geistiger Führung erwähnen, der zeigt, dass eine solche Führung (ob von "oben" oder von "innen", das sei dahingestellt) recht differenziert sein kann. Ich meine die Geschichte des Gründers der spirituellen Gemeinschaft Findhorn im Norden Schottlands. Sein Leben und seine Werke sind äußerst ungewöhnlich.

Peter Caddy war erfolgreicher Manager eines Vier-Sterne-Hotels und wurde plötzlich arbeitslos. Kein Problem für einen Mann seiner Konstitution und Erfahrung. Das dachte er, und jeder wunderte sich, warum er keine Stelle bekam. Wochen, Monate und Jahre vergingen, immer wurde er abgelehnt. Bis ein kluger Inspektor des Arbeitsamtes Caddy darauf hinwies, dass dies nicht mit rechten Dingen zugehen könne. Offenbar sei es Gottes Wille, so der Beamte, dass er keine Stelle bekomme. Dann sei es wohl auch Gottes Wille, so die amtliche Logik, dass er künftig auch ohne staatliche Unterstützung sein Leben führen könne. Dieser Logik konnte sich Caddy nicht entziehen, und so stand er mittellos da.

Eine innere Stimme sagte ihm, dass er einen Garten bauen solle. Was Caddy auch tat - aber dort, wo kein vernünftiger Mensch einen Garten anlegen würde: in einer windumtosten, sandigen Bucht im Norden Schottlands. Nach menschlichem Ermessen konnte hier nichts wachsen außer ein paar kargen Gräsern. Doch Caddy vertraute weiter auf seine Stimmen - und auf die Naturgeister. Und siehe da: In seinem Garten wuchsen Dinge, und dazu noch in gewaltiger Größe, die eigentlich nur unter warmer Sonne gedeihen konnten.

Erfahrene Gärtner des nahe gelegenen Schlosses Cawdor besichtigten kopfschüttelnd dieses Wunder. Professor Lindsey Robb, UNO-Berater für Ackerbau in Nicaragua, rief bei der Besichtigung des Gartens verblüfft aus: Hier kann doch gar nichts wachsen!

Aber die Sache wird noch abstruser, wenn man bedenkt, dass Caddy nicht nur nichts von Gartenbau verstand. Manchmal machte er Dinge, von denen in Gartenbüchern dringend abgeraten wird: beispielsweise im Jahr mehr als drei oder vier neue Sorten anzupflanzen. Caddy setzte Dutzende neuer Pflanzen gleichzeitig, und sie gediehen prächtig, Es gibt Fotos von diesem botanischen Phänomen - und heute ist Findhorn eine der bekanntesten und gleichzeitig ungewöhnlichsten spirituellen Gemeinschaften.

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Der Lösungsansatz der Psychologie

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Nehmen wir nun den Glauben einer "Führung von oben" als Arbeitshypothese. Das heißt, wir tun so, als gäbe es diese Erscheinung wirklich. Wie kann man sie erklären? Das ist nicht ganz einfach. Wir müssen verschiedene Ebenen der Erklärung berücksichtigen. Welche dann zutrifft (oder akzeptabel erscheint), das überlasse ich dem Leser zur Beurteilung.

Beginnen wir auf der Ebene der Religion. Ein religiöser Mensch wird keine Probleme haben. Für ihn ist es selbstverständlich, dass ihn jemand führt, sei es Gott, ein Erzengel, eine Naturgottheit, ein Verstorbener oder der Geist eines starken Wesens, ob Tier oder Ungeheuer, das hängt von der jeweiligen Religion ab.

Manche Autoren konstruieren auf Grund jüdisch-christlicher religiöser Texte eine ganze Hierarchie von Schutzgeistern und Engeln. Nach Meinung dieser Autoren ist die Schar der höheren Wesen ebenso vielgestaltig wie die Menschen. Es gibt also mächtige und weniger mächtige Wesen, es gibt Spezialisten, Berühmtheiten und Außenseiter.

Aber nur wenige Leser werden diese Beschreibungen als "Erklärung" akzeptieren. Gehen wir daher auf die Ebene der Psychologie. Da werden wir allerdings kaum fündig. Freuds "Über-Ich" ist zwar eine Führung, aber mehr eine Zensur denn eine zukunftsorientierte Schicksalsgestaltung, Jungs Archetypus des "Selbst" wurde schon erwähnt. Eindeutig Stellung bezieht er auch nicht. Eine Führung von oben oder innen könnte bei ihm ebenso gut ein göttlicher Akt wie eine kausale Verkettung natürlicher Ursachen sein.

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Was steckt hinter der "Stimme aus dem Bauch"?

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Viel versprechend wird die Sache erst, wenn wir uns mit der Biologie des Menschen, insbesondere mit der seines Gehirns, beschäftigen. Und da hat der Psychologe und Verhaltensforscher Julian Jaynes eine interessante Theorie aufgestellt. In seinem Buch mit dem schrecklichen Titel " The Origin of Consciousness in the Breakdown of the Bicameral Mind" ("Der Ursprung des Bewusstseins im Zusammenbruch des geistigen Zwei-Kammer-Systems") zeigt er mit überzeugenden Beispielen aus den Schriften der zivilisierten Völker, dass es so etwas wie " Bewusstsein" beim Menschen erst seit kurzer Zeit gibt. Um das Jahr 1000 vor unserer Zeitrechnung ist es entstanden. Und was war vorher?

Vorher hörte der Mensch die Stimme seines Gottes (oder seiner Götter). Die Ägypter nannten es Ka. Bei den alten Griechen, im Epos vom Kampf um Troja, hieß diese Stimme thumos. Achilles wird kämpfen, heißt es dort, wenn der thumos in seiner Brust ihm dies sagt und ein Gott ihn dazu bewegt. Und was ist dieses eigenartige Gebilde? Nichts anderes. sagt Jaynes, als die rechte Gehirnhälfte! Denn dort sitzen ganzheitliches Sehen ("Denken" wäre hier der falsche Ausdruck), Intuition und alles Vor- und Nichtlogische. Die Stimme des inneren Gottes aber ist nichts anderes als das, was wir als innere Führung bezeichnet haben.

Ist das eine Erklärung? Stimmen hören schließlich auch andere Leute, zum Beispiel Schizophrene und solche, die an Verfolgungswahn leiden. Und Jaynes sagt nichts aus über die Nützlichkeit oder den Weitblick dieser persönlichen Götter.

Zweifellos haben diese inneren Stimmen den Menschen der Frühzeit geholfen, neue Probleme kollektiv zu bewältigen. Denn das Gefühl für ganzheitliche Zusammenhänge führt auch zu einem natürlichen Organisationstalent, etwas, das jeder moderne Manager ebenfalls besitzen muss (und auch besitzt, wenn er sagt, er fälle seine Entscheidungen "aus dem Bauch"). Doch ob damit eine Art zukunftsweisender und damit weiser Führung verbunden war, das untersucht Jaynes nicht.

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Der Lösungsansatz der Physik

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Also bleibt uns, nach fruchtlosen Versuchen in den "menschlichen" Wissenschaften, nur noch die eine Wissenschaft, die anscheinend alles erklärt oder zumindest brauchbare Analogien liefert: die Physik. Und da gibt es einen Autor, Alan Wolf, der in seinem Buch "Star Wave" ("Sternenwelle") die Ideen und den mathematischen Formelapparat der Quantenphysik auf die Psyche des Menschen anwendet. Dabei kommen hochinteressante Dinge zum Vorschein. Wolfs wichtigste Erkenntnis: Die Gegenwart wird nicht von der Vergangenheit beeinflusst, sondern von der Zukunft!

Die Vergangenheit ist nach Wolf nicht festgelegt; wir erschaffen sie ständig neu durch Erinnern. Es ist wie in "1984", der schrecklichen Utopie George Orwells, wo das Wahrheitsministerium die Vergangenheit ständig ummodelt, je nach den politischen Erfordernissen. Wolf bringt eine Reihe überzeugender, wenn auch nicht ganz einfacher Argumente für seine Auffassung. Am besten kann man seine Ideen so illustrieren:

Wenn wir einen Stein ins Wasser werfen, entsteht eine Welle. Sie wird durch eine einfache mathematische Gleichung beschrieben, die sogenannte Wellengleichung. Diese Gleichung hat zwei mathematisch gleichwertige Lösungen. Aber nur eine davon wird verwendet. Die andere, eine Art "schwarzes Schaf", wird von den Physikern schamhaft verschwiegen.

Die "wohlerzogene Lösung" sieht so aus: Die Welle beginnt zur Zeit Null in einem Punkt und dehnt sich von da ab ins Unendliche aus. Die Zeit läuft, wie sich's gehört, von der Gegenwart in die Zukunft, die Welle verläuft sich im Unendlichen.

Das ist die - von den Physikern ausschließlich verwendete - "retardierte" Lösung. Ganz anders die "avancierte" Lösung. Nach ihr verläuft der ganze Prozess genau umgekehrt. Die Welle beginnt in der Zukunft in weiter Ferne und läuft in die Gegenwart hinein, bis sie sich in einem Punkt konzentriert.

Zentinel
Neues Denken ist gefragt

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Dieses Bild ist ebenso verblüffend wie offensichtlich falsch, denn so etwas kann es doch nicht geben. Aber halt - die Mathematik stimmt, und diese Lösung führt zu keinen Widersprüchen oder unsinnigen Folgerungen. Nur - sie kann im Rahmen unseres gewohnten Denkens nicht interpretiert werden. Doch diese Beschreibung entspricht ganz genau dem, was wir als "Führung von oben" bezeichnet haben! Denn eine solche Führung geht von der Zukunft aus. Es ist, als ob ein Wesen unser Schicksal kennt und alle Geschehnisse, soweit es ihm möglich ist, von diesem Standpunkt aus lenkt. So bekommt alles einen Sinn. Und darin liegt das Geheimnis dieser Führung.

Wer sich auf seine innere Stimme verlassen will - egal, ob diese Stimme eine Funktion seiner Seele oder ein Gott ist -, der muss gewaltig umdenken. Nicht mehr Ursachen sind wichtig, sondern der Sinn eines Ereignisses. Die Welt entfaltet sich nicht mehr aus der Vergangenheit, sondern aus der Zukunft. Und die Bedeutung eines Vorfalls wird nicht nach den Kräften beurteilt, die dazu führten, sondern danach, wie er in den großen Lebensplan passt, den wer auch immer einmal aufgestellt hat.

Wie man Kontakt zu seinem inneren Führer findet - vorausgesetzt, man akzeptiert seine Existenz -, das ist ein ganz anderes Kapitel. Viele Bücher beschreiben es (z. B. Karl O. Schmidt: " Der geheimnisvolle Helfer in dir"). Die Methode ist nicht so wichtig; was zählt, ist eine Art Urvertrauen darauf, dass alles seinen Sinn hat. Was nicht heißt, dass man sich passiv treiben lässt. Es heißt nur, dass man versucht, die Dinge des Lebens, vor allem des eigenen Lebens, von einem anderen Standpunkt aus zu sehen.

Falls Sie eines Tages (oder vermutlich nachts) tatsächlich Kontakt mit Ihrem inneren Führer aufnehmen sollten, dann erschrecken Sie nicht über sein Aussehen. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihnen kein strahlendes Wesen entgegentritt, kein Erzengel mit feurigem Schwert und auch keine Göttin mit wallendem Gewand, sondern ein Wesen, das Ihnen bekannt vorkommt - Sie selbst!

Zentinel
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2/5: Sind Zeitreisen möglich ? (http://www.t-world.ch/vbb/forums/showthread.php?threadid=5439)
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4/5: Der Kampf ums Dasein (http://www.t-world.ch/vbb/forums/showthread.php?threadid=5446)

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